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Über mich
Mein schönstes Passfoto Hans Pollner 5b
Wie Ihr bereits an diesem "schönen" Passbild aus meiner Kindheit sehen könnt, habe ich mich schon in jungen Jahren ernsthaft mit dem Thema Fotografie auseindanergesetzt.
Im Spätsommer des Jahres 1978 gab meine Mutter dem kleinen Hansi 10 Mark mit auf den Schulweg und sagte: "Bua, da gehst nach da Schule in den Allkauf 2000 eine, do is so a Passbuidlautomat drin. Do machst dir a paar scheene Buidl für dein neuen Busfahrausweis". Ich war sehr nervös, als ich vor mehr als 30 Jahren das "Do-it-yourself-Fotostudio" betrat, weil ich damals ausser Kaugummiautomaten noch keine anderen Automaten bedienen konnte/durfte. Nachdem ich die Bedienungsanleitung genauestens gelesen, Geld eingeworfen, und auf den Knopf neben mir gedrückt hatte, passierte aber nichts. Und das alles, obwohl ich mein bestes Hansilächeln aufgesetzt hatte, welches fast so strahlend war wie das Lächeln an meinem 9. Geburtstag, an dem ein nagelneues gelbes Bonanzarad vor der Haustür stand. Als ich dann genervt, nach oben schauend, zum x-ten Male den Knopf gedrückt hatte, hat es dann doch noch irgendwann geblitzt. Das Ergebnis war dieses wunderbare und einzigartige "Typische-Pollnerbild". Mama meinte nur: "Oh mei, wo host´n do wieda hingschaut?", aber dem Busfahrer war´s egal, er hat mich trotzdem mitgenommen.
An Bildern "feile" ich lieber als an Eisen
Irgendwann hat sich dann die Busfahrerei aufgehört, die Schule aber nicht. Ich meldete mich an für eine Fachschule für Maschinenbau, aber bereits nach 2 Wochen Feilen wurde mir bewußt: "Des Eisen is viel zu kalt, hart und unkreativ für mich". Ich habe aber trotzdem weiter gefeilt und diese Schule auch fertig gemacht. Nebenbei habe ich mir aber eine zweite "Freundin" zugelegt. Die erste hieß Amiga 1000, später verliebte ich mich aber in Commodore Amiga 2000. Meine damalige Freundin Sylvia leidete sehr darunter, weil ich oft mehr Zeit mit Computern, Digitizern und Bildbearbeitung verbrachte als mit ihr. Sie ist inzwischen auch richtig erwachsen geworden. Ich aber nicht.
Fotografie, Bildbearbeitung, Werbung, Marketing, Mediendesign sind im Laufe der Zeit zu meinem Beruf geworden und so kämpfe ich mich auch heute immer noch mit so "Fotografierkästen" ab. Inzwischen kann ich aber auch viele andere Automaten bedienen, ohne dabei nervös zu werden.
Manchmal wünsch ich mir aber wieder die kleinen "Kaugummiautomatenfreuden" zurück. Sie sind im Laufe der Zeit irgendwie verloren gegangen. Und manchmal würde ich meiner Mutter gerne zeigen wollen, was für Bilder heute so aus meinem "Bilderautomaten" kommen, aber das geht leider nicht mehr. Eines weiß ich aber ganz gewiss; Mama würde sicher wieder sagen: "Oh mei, wo host´n do wieda hingschaut?"
